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Mittwoch, 2. April 2014

Stöckchen werfen - Meine 5 Wunschbücher

Marlene von Verrücktes Huhn hat diesmal mir ein Buchstöckchen zugeworfen - und das wird doch glatt gefangen und ihm dieser Post gewidmet. Thema des Stöckchens:

5 Bücher, die ich lesen möchte

Die Regeln:
Zähle 5 Bücher auf, die ganz oben auf deiner Wunschliste stehen, die aber KEINE Fortsetzungen von Büchern sind, die du schon gelesen hast – sie sollen also völlig neu für dich sein. Danach tagge 8 weitere Blogger und informiere diese darüber.

Ich könnte glatt 50 Bücher aufzählen, die ich in der nächsten Zeit lesen will - entsprechend schwer ist mir die Auswahl auch gefallen. Aber ich habe einfach mal bunt gemischt und alle Listen durchgeschaut, und vielleicht wird der eine oder andere von euch inspiriert.

Was die Weitergabe des Stöckchens angeht: Ich will das Stöckchen weder fremden Blogs aufdrängen (dafür bin ich noch zu wenig bewandert in der Blogger-Welt) noch versumpfen lassen. Deshalb biete ich es von jetzt an immer wieder jenen Bloggern an, die ich etwas besser kennengelernt habe. Dann dauert das Weitergeben zwar etwas, aber ich lasse es auch nicht aus den Augen :)

1. Altgeliebte Begleiter


Als Liebhaber von allem, was kuschelt, horte ich natürlich einige alte, abgeliebte Wegbegleiter. Und denen sieht man ihre Karriere als Tränentrockner, Mutmacher, Spielkamerad und Kindertherapeut oft an. Insofern sprach mich dieser Bildband prompt an: Wundervolle Portaits von wackeren Recken unserer Kindheit, die das abgekuschelte Fell zurechtgebürstet, die Suche nach dem lange verlorenen Kullerauge seit Jahren at acta gelegt und ihrem Besitzer auch mal grobe Misshandlungen längst verziehen haben - Veteranenstolz im Teddyherz, sozusagen.

2. Konsumkultur

 
Das Phänomen des Haben-Wollens kennt sicher jeder: Man sieht etwas und denkt, dass man jetzt und auf der Stelle tot umfällt, wenn man das Etwas nicht sofort bekommt. Dass man das ganze Leben nur darauf gewartet hat.
Hinter diesen Psychotricks steckt eine ganze Machinerie an Produktdesignern, Marketingfachleuten und Verkaufsräumen, die nur existieren, um uns Produkte anzudrehen, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Warum wir trotzdem unser letztes Hemd dafür geben würden, erleuchtet dieser Ratgeber von Wolfgang Ullrich.
 


3. Upcycling


Ich liebe es, Taschen zu nähen. Da ich Stoffe von der Stange aber langweilig finde und gerne mit dem experimentiere, was vorhanden ist, trifft dieses Nähbuch bei mir voll ins Schwarze: Schöne Schnittmuster für Taschen, die aus alten, wiederverwerteten Kleidungsstücken bestehen. Für mich und mein Blog also perfekt!

4. Vorrat und Müllvermeidung


Bisher erstrecken sich meine Versuche in der Konservierung von Lebensmittel nur auf wenige Dinge: Marmelade, getrocknete Früchte, Sauerkraut, Knäckebrot. Um hier mein Wissen etwas auszuweiten und die eine oder andere Idee in meinen Fundus aufzunehmen, will ich mir dieses Buch hier besorgen - und hoffentlich bald einen stattlich gefüllten Vorratskeller vorweisen können ;-)

5. Alternatives Leben


Zum Abschluss was zum Schmökern: Ich mag ja ausgefallene Lebensberichte, und gerade Aussteiger und Alternative faszinieren mich wegen ihrer Ansichten und ihres Mutes, auch mal querzutreiben. Vielleicht ist das nicht unbedingt die Lebensart, die ich anstrebe, aber es ist sicher schön zu lesen, dass es eben doch geht, mal nicht dem Mainstream zu folgen.

Mittwoch, 12. März 2014

1 Jahr ohne Konsum

Solche 1-Jahres-Selbstversuche scheinen die letzten Jahre immer mehr zum Trend zu werden. Sei es der Verzicht auf Plastik, anständiges Essen, nix kaufen, alles selber machen oder tägliche Reduktion des ökologischen Fußabdrucks - es ist faszinierend zu sehen, wie sich Menschen für einen längeren Zeitraum ein Ziel setzen, das ihnen selbst im ersten Moment eine Einbußung von Lebensqualität bringt, ja, sie sogar anfangs sehr nahe ans Scheitern treibt.

Umso verblüffender ist es dann, dass sich dieser selbst auferlegte Verzicht zu einer Bereicherung und Verbesserung des eigenen Lebens mausert, indem er zeigt, dass weniger tatsächlich mehr sein kann. Und dass ein "Zu viel" das verschüttet, was einem im Leben wirklich etwas bedeutet.

Der nächste Selbstversuch in diesem Zuge stammt von Greta Taubert: Apokalypse Jetzt!


Ein Jahr lang kein Konsum, also (fast) völlige Autarkie. Containern, schlafen im Wald oder im Bauwagen, eigene Kleidung nähen, Lebensmittel anbauen, auf die Jagd gehen. Das alles geschieht vor dem Hintergrund der drohenden Ressourcen-Knappheit, also ein "Was wäre, wenn?"-Spiel der Art: Was geschieht, wenn unsere Wohlstandsgesellschaft zusammenbricht, wenn die Krisen in den schon so lange prophezeiten Abgrund führen?

Über das Buch bin ich durch Artikel der Welt und des Spiegels gestolpert und habe es direkt auf meine Bücher-Wunschliste aufgenommen. Eine kleine Rezi folgt dann, sobald ich mich durchgelesen habe :-)